Grundkonzept


Anfang 1996 wagte ich als frischer "3in1-Facilitator" den Schritt in die Selbstständigkeit und bezog freiwerdende Räumlichkeiten neben der Zahnarztpraxis meines ganzheitlich arbeitenden Bruders. Der sich daraus ergebende Austausch in räumlicher und menschlicher Nähe weckte meine Faszination für Mund und Zähne und wurde Grundlage einer wunderbaren und sich ergänzenden Zusammenarbeit.

Zähne sind mehr als nur Kauwerkzeuge...

Gedanken um ganzheitliche Zusammenhänge sind nicht neu, sie gehören zu den Ursprüngen der Medizin. Seit Hippokrates weiß man, dass der Satz "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" auch auf den Menschen zutrifft und dieser sich nicht in einzelne Organe zerlegen lässt.

In der Zahnmedizin ist es durchaus ein Unterschied, ob eine "Zahnversorgung" handwerklich perfekt aber doch rein mechanisch ausgeführt wird oder ob sich der Behandelnde zusätzliche Gedanken darüber macht, ob das benutzte Material vom Immunsystem des Patienten überhaupt toleriert wird, ob durch seinen Eingriff andere funktionelle Auswirkungen provoziert werden, ob das zu behandelnde Zahnproblem zu weiteren körperlich-seelischen Zusammenhängen führen könnte. Jeder kranke Zahn kann Fernwirkungen im System auslösen – und das gilt genauso auch umgekehrt.

Kurz gesagt: an jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch!

Diese Kurzformel stand als Grundidee am Anfang unserer Zusammenarbeit.
Der eine (Bruder, Zahnarzt, gelernter Zahntechniker) hatte das Bedürfnis, über das zahnmedizinisch-technische Versorgen der Kauwerkzeuge hinaus seinen Patienten zusätzliche Möglichkeiten ganzheitlicher Abklärung und beratender Begleitung anzubieten.

Die andere (Schwester, in rund 20 Jahren Schuldienst im Umgang mit Lernenden und Lehrenden engagierte Lehrerin) war höchst motiviert, ihre faszinierenden (Selbst-) Erfahrungen mit Kinesiologie und ihren verschiedenen Anwendungsarten in Bezug auf persönlichen Fortschritt an andere weiterzugeben.

Wie passt das zusammen?

Der Gedankenaustausch um ganzheitliche Zusammenhänge (u.a. auch in Gang gekommen durch persönliche Erfahrungen zum Thema Amalgam / Metalle im Mund und den sich daraus ergebenden Lernchancen) ging voraus und brachte eine gemeinsame Basis: Das "Institut für ganzheitliche Gesundheits- und Lebenspflege" wurde im Januar 1996 gegründet.

Das gedankliche Konzept, das hinter unserer Arbeit steht, lässt sich folgendermaßen umreißen:


Zähne als Spiegel des Zusammenspiels von Körper – Geist - Seele

Holistisches Denken dient uns als grundlegendes Denkmodell. Wir sehen daher Zahnprobleme auch als Chance und Impuls zur persönlichen Weiterentwicklung.

Folgende mögliche Zusammenhänge beziehen wir u. a. in unser Denken ein:

Zähne können gegenseitige Beeinflussung ausdrücken von:

Es gibt allgemeine Zuordnungen von Organen, Meridianen, Emotionen, Wirbeln, Muskeln (u. a. über Messungen mit der Elektro-Akupunktur herausgefunden). Zusätzlich ordnet man Planeten / Archetypen, geistige Prinzipien, Farben, Bachblüten, Chakren ... den Zähnen als Erfahrungswerte zu.

Die Arbeit mit dem Körperfeedback / Muskeltest ermöglicht es unter Einbeziehung dieser Informationen, nicht Symptome zu deuten, sondern individuelle Zusammenhänge, Prioritäten und Lebenserfahrungen herauszuarbeiten und zu balancieren, Erkenntnisse zu sammeln, Ursachen zu klären und emotionale Belastungen abzulösen.

Erfolgreich "Bewegung in das System" bringen heißt, einen Menschen mit seinen Symptomen dort in der Sprache seines Systems abholen, wo er z. Zt. am besten zugänglich ist.


Kinesiologische Begleitung bei Zahnproblemen

Ganzheitliche Begleitung bietet nicht unbedingt die schnelle Lösung an, sondern bietet auch die Chance zu langfristiger Veränderung. Indem die individuelle Priorität gefunden wird, die klare Entscheidungen und Veränderungen möglich macht, wird der zentralen Aussagekraft von Mund und Zähnen Beachtung geschenkt. Dieser Bereich steht mit dem gesamten System in engem Austausch. Hier sind wohlsortiert und übersichtlich alle Aspekte des menschlichen Seins zwischen Werden und Vergehen von den Wurzeln bis zur Krone vertreten. Mit dem Begleiten von "Zahngeschichten" ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, um über das zahnärztliche Tun hinaus den Zähnen gemäß ihrer essentiellen Bedeutung mehr Achtung und Wertschätzung zu schenken und die eigene Autorität bei Entscheidungen zu stärken.

Folgende Themen bieten sich an:

Ausgerechnet dieser Bereich des menschlichen Körpers mit einer elementaren Bedeutung und Aussagekraft. Etwa 80 % aller täglichen Aktivitäten finden hier statt, wir sind dort 24 Stunden rund um die Uhr "anwesend"- wird wie kein anderer mit körperfremdem Material überflutet: von Amalgam und Metallen bis hin zu Kunststoffen usw. Hier werden Veränderungen eingebracht, oft ohne sich zu vergewissern, dass über die handwerklich-technische Versorgung hinaus Einflüsse provoziert werden, die dem gesamten System schaden können. Hier werden manchmal die Signale des Systems verplombt, versiegelt ... und damit ein Problem festzementiert.

Das ist der gedankliche Rahmen, der sich aus 14-jähriger Zusammenarbeit ergeben hat - ein weitgespannter (sicherlich unvollständiger) Bogen. Fest steht für uns auf jeden Fall:

Mit dem Mundraum und den Zähnen offenbart sich für jeden sichtbar, wenn man die "Sprache" der Zähne entschlüsseln kann, der Zustand des gesamten Systems.

Dabei ist der Muskeltest ein ideales Werkzeug für das Aufspüren individueller Informationen und Bedürfnisse und das Arbeiten mit dem körpereigenen und universellen Wissen eine ideale Ergänzung.

Es ist aus unserer Zusammenarbeit das Bedürfnis entstanden, auf diese Themen aufmerksam zu machen und Menschen zu ermöglichen, zahnärztliches Wissen mit völlig anderen Bereichen ganzheitlichen Denkens in Verbindung zu bringen und in eine andere Dimension zu setzen.

Indem wir zahnärztliches Wissen für "Zahnbesitzer" = "Laien" zugänglich machen und aufbereiten, wollen wir für jedermann /-frau einen Zugang zur (Be-)Deutung der Zähne und des Mundes aufzeigen und die Augen öffnen für das, was dort sichtbar ist, und damit zu mehr Kompetenz und Eigenverantwortung verhelfen.

Abschließend und zusammenfassend lässt sich sagen:

Das Wissen über ganzheitliche Zusammenhänge, Einzelberatungen oder Tageskurse können keinen fehlenden Zahn zurückbringen, aber dabei helfen, die Wechselwirkungen im System zu erkennen und zu verstehen und aufzufangen, (emotionale) Belastungen abzubauen, Energieblockaden zu lösen und Erkenntnisse zu gewinnen.

Sie können keine löchrigen Zähne wieder vervollständigen, aber die dazugehörenden systemischen Bezüge aufdecken und verändertes Bewusstsein und neue Verhaltensweisen in Gang setzen und Entscheidungen erleichtern.

Sie können dazu beitragen, Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was Mund und Zähne zu sagen haben und es wertzuschätzen!


"Zahngeschichten"

Schon nach einigen Jahren der Zusammenarbeit entwickelte sich die Idee, unser in der täglichen Arbeit und im Gedankenaustausch gemischtes Wissen und Können auch in Form von Vorträgen, Workshops / Seminaren anzubieten, um es einem größeren Kreis zugänglich zu machen. So können unsere Anregungen von anderen in die eigene Arbeit eingebaut werden, aber auch wir selbst bekommen noch mehr Anregungen und Austausch.

Aus unserer Sicht ergeben sich vier Themen-Schwerpunkte:

Mund und Zähne sind eine sichtbare Offenbarung des Körpers, ihn zu öffnen und hineinzuschauen oder hineinschauen zu lassen, fühlt sich für manchen an wie ein Offenbarungseid – davor (und vor vielen anderen Aspekten eines Zahnarztbesuches) haben viele Menschen Angst. Und genau dort beginnen wir mit unserem Seminarangebot:

Der Tagesworkshop "Zahngeschichten" bietet die Möglichkeit, auf grundsätzlicher Ebene Ängste in Bezug auf das Öffnen des Mundes abzubauen und Zähne mit Lebenserfahrungen zu verbinden. Als Kursmaterial (aber auch unabhängig davon zu erwerben und zu benutzen) wurde ein farbiges Karten-Set mit 32 Karten entwickelt, das die bekannten Zahn-Wechselbeziehungen für jeden Zahn enthält und für Balancen erfolgreich benutzt werden kann.

Aus der Tatsache, dass die Zahnärzte die Gruppe von Medizinern ist, die das meiste Fremdmaterial in das menschliche System bringt, ergibt sich ein weiterer Themenschwerpunkt: "Toleranz im Mund". In diesem Tagesseminar geht es um die Auseinandersetzung mit Metallen, Kunststoffen und anderen Materialien in Mund (und Körper) und den Umgang mit wurzelbehandelten / toten Zähnen.

Ein dritter Aspekt ist der Zusammenhang zwischen Gebiss und Körperstatik, zwischen Anspannungen im Kiefergelenk und deren Auswirkungen - dazu bietet das Tagesseminar "Zähne zusammenbeißen" Anregungen, Balancen und Erkenntnisse.

Zähne sind das härteste Material im menschlichen Körper, die am dichtesten gepackte Information. Sie geben einen wohlsortierten symbolischen Überblick über alle Aspekte des menschlichen Seins in einer genetisch vorgegeben An-Ordnung. So ist es möglich, mit "Zahnaufstellungen" grundlegenden und tiefverwurzelten essentiellen Lebensthemen auf die Spur zu kommen, sie sichtbar und erfahrbar zu machen und den Sinn von "Unordnungen" im Bereich der Zähne zu erkennen und Lösungsansätze zu finden.

Die Kurse können je nach Bedarf und Vorkenntnissen den Wünschen von Teilnehmergruppen angepasst werden.
Unsere tägliche Arbeit und der Gedankenaustausch mit Kollegen und Kolleginnen, Zahnbesitzern und Zahnbesitzerinnen … lässt uns immer wieder Neues hinzu nehmen, wir bleiben in Bewegung ...

"An jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch" – Wer sich diese Grundaussage zu Herzen nimmt, begibt sich auf eine interessante Entdeckungsreise zu sich selbst, gleichgültig mit welcher Vorgehensweise oder Methode.

Flyer